Eva Lechner

Italiens erfolgreichste Mountainbikerin

Eva Lechner – Karriere, Erfolge und der Weg zur Mountainbike-Legende

Mit 15 Jahren kaufte sie sich mit ihrem ersten selbstverdienten Geld ein Mountainbike. Der Rest ist Geschichte und dauert bis heute noch an ..

Eva hatte als Kind bzw. Jugendliche bereits einige Sportarten probiert, doch keine machte ihr wirklich Spaß. Bis sie mit ihrem neuen Mountainbike einen Sport gefunden hatte, der eine Leidenschaft in ihr weckte. Sie wollte mehr, suchte Gleichgesinnte und wollte weiter dazu lernen.

Durch ihre Mutter, früher selber sportlich tätig in der Leichtathletik, erhielt sie den Rat, beim Radgeschäft Sanvit in Eppan (wo sie ihr Rad gekauft hatte) nachzufragen: dort hing ein Foto mit einer Gruppe jugendlicher Biker samt Trainer. Dieser Trainer Antonio Anglani nahm sie dann auch gleich bei der nächsten Trainingsfahrt mit, und war sofort angetan von Eva's Talent.

Bereits im darauf folgenden Jahr, bestritt Eva im Frühjahr 2001 ihr erstes MTB-Rennen. Bei diesem Rennen wurde der Trainer des Südtiroler Landeskader auf sie aufmerksam, und lud Eva zu einem Trainingslager ein. Fortan war sie nun Teil der Mannschaft, und nahm so an immer größeren Rennen teil. Im selben Jahr noch gewann Eva in ihrer Altersklasse den Titel als Italienmeisterin, und gewann im darauf folgenden Jahr als Juniorin u.a. die "Internazionali d'Italia Series", wurde erneut Italienmeisterin und Vize-Europameisterin. Im zweiten Jahr als Juniorin wurde Sie zum wiederholten Male Italienmeisterin, holte bei der Europameisterschaft Platz 4, und krönte sich mit dem Vize-Weltmeistertitel in Lugano (SUI).

Im Jahr 2004 folgte dann - nach 3 sehr erfolgreichen Jahren - der Wechsel zu einer professionellen Mannschaft: das Team Colnago Cap Arreghini, mit dem damaligen Teammanager Edmund Telser, holte sie zu sich.
Und es begann Ihre einzigartige sportliche Karriere.

Mit dem Wechsel zum Profiteam Colnago Cap Arreghini im Jahr 2004 begann für Eva Lechner eine außergewöhnliche internationale Karriere. In den folgenden zwei Jahrzehnten entwickelte sich die Südtirolerin aus Eppan zu einer der erfolgreichsten italienischen Radsportlerinnen aller Zeiten und etablierte sich gleichzeitig in den Disziplinen Mountainbike Cross Country, Cyclocross und Straßenradsport.

Bereits in jungen Jahren gewann sie mehrere nationale Titel und schaffte den Sprung in die italienische Nationalmannschaft. In ihrer Elite-Karriere sammelte sie zahlreiche Medaillen bei Europa- und Weltmeisterschaften sowie Siege im UCI-Weltcup. Ihren ersten Weltcupsieg im Mountainbike Cross Country feierte sie 2010 im belgischen Houffalize. Insgesamt gelangen ihr mehrere Weltcupsiege auf höchstem internationalem Niveau.

Zu den größten Erfolgen ihrer Mountainbike-Karriere zählen die Bronzemedaille bei den UCI Mountainbike-Weltmeisterschaften 2011 in Champéry sowie die Silbermedaille bei den Weltmeisterschaften 2020 in Leogang. Darüber hinaus gewann sie gemeinsam mit der italienischen Nationalmannschaft mehrere Weltmeistertitel in der Team-Relay-Staffel und gehörte über viele Jahre zu den konstantesten Fahrerinnen der Weltelite.

Auch auf europäischer Ebene feierte Eva Lechner große Erfolge. Nach dem Gewinn des U23-Europameistertitels 2007 folgten weitere Podestplätze bei Europameisterschaften der Eliteklasse. Insgesamt gewann sie zahlreiche Medaillen bei Europa- und Weltmeisterschaften und prägte über viele Jahre den italienischen Mountainbike-Sport.

Ein besonderes Kapitel ihrer Karriere schrieb Eva Lechner im Cyclocross. Dort gelang ihr 2014 bei den Weltmeisterschaften im niederländischen Hoogerheide der Gewinn der Silbermedaille hinter der mehrfachen Weltmeisterin Marianne Vos. Zusätzlich gewann sie mehrere Rennen des UCI Cyclocross-Weltcups und wurde elfmal italienische Meisterin im Cyclocross. Damit zählt sie zu den erfolgreichsten Querfeldein-Fahrerinnen Italiens überhaupt.

Neben ihren Erfolgen im Gelände war Eva Lechner auch auf der Straße erfolgreich. 2007 gewann sie überraschend die italienische Straßenmeisterschaft der Elite-Frauen und vertrat Italien bei internationalen Straßenrennen und Weltmeisterschaften. Damit gehört sie zu den wenigen Athletinnen, die nationale Meistertitel im Mountainbike, Cyclocross und Straßenradsport gewinnen konnten.

Ein weiterer Meilenstein ihrer Laufbahn waren ihre vier Olympiateilnahmen. Eva Lechner vertrat Italien bei den Olympischen Spielen in Peking 2008, London 2012, Rio de Janeiro 2016 und Tokio 2021. Über einen Zeitraum von mehr als dreizehn Jahren gehörte sie damit ununterbrochen zur Weltspitze des Mountainbike-Sports.

Mit mehr als dreißig italienischen Meistertiteln, Weltcup-Siegen, Welt- und Europameisterschaftsmedaillen sowie vier Olympiateilnahmen zählt Eva Lechner zu den bedeutendsten Persönlichkeiten des italienischen Mountainbike-Sports.

 

Eva Lechner - Ihre Erfolge als Dynamic Bikerin (2001 - 2003)

2001 - Kategorie Donna Allieva (U17)
1. Platz MTB Italienmeisterschaft Cross Country in Chiesa in Valmalenco (SO)
1. Platz MTB Mannschafts-Italiencup mit Team Südtirol (Kategorie Jugend U17)
1. Platz Coppa del RE
5. Platz Europacupfinale Annesy ( FRA ), Kategorie Juniorinnen

2002  - Kategorie Donna Junior (U19)
1. Platz MTB Italienmeisterschaft Cross Country in Malè (TN)
2. Platz MTB Staffel-Europameisterschaft in Zürich (SUI)
1. Platz Gesamtwertung Internazionali d'Italia-Liquigas Cup
1. Platz MTB Weltcup in Houffalize (BEL)
1. Platz MTB Italiencup der Regionen (Landeskader Südtirol)
1. Platz MTB Europacup, Graz (AUT)

2003   - Kategorie Donna Junior (U19)
2. Platz MTB Weltmeisterschaft in Lugano (SUI)
2. Platz MTB Weltcup in Kaprun (AUT)
4. Platz MTB Europameisterschaft in Graz (AUT)
1. Platz MTB Europacup Bad Wildbach (GER)
1. Platz MTB Europacup Hasliberg (SUI)

 

Foto: newspower.it; TRINX Factory Team - www.trinx.com

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© Foto & Text: evalechner.it / Andy Pichler / Dynamic Bike Team Eppan
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